
Theatinerstrasse
In diesem Dreieck sind Kultur und Shopping eng miteinander verknüpft. Die Theatinerstraße ist mit ihren eleganten Geschäften eine erste Flanieradresse. Aus Richtung Marienplatz kommend, fällt Ihnen in der Mitte auf der linken Seite eine ungewöhnliche Fassade aus bronziertem Lochblech auf. Hinter ihr verbergen sich die „Fünf Höfe” mit der Kunsthalle als Herzstück, einem Ausstellungsforum der HypoVereinsbank, das mit spektakulären Expositionen zum Publikumsmagnet geworden ist. Gegenüber gelangen Sie durch eine verzweigte Passage zur Residenzstraße. Vor Ihnen liegt jetzt die einzigartige Kulisse des Max-Joseph-Platzes: Rechts die ehemalige, bayerische Hauptmünze mit der herrlichen Bogenfront, geradeaus, hinter einem Säulenportikus versteckt, die Oper. Zur Linken der imposante Bau der Residenz, einst Sitz der Wittelsbacher, deren Fassade an den Palazzo Pitti in Florenz erinnert, der tatsächlich seinem Bauherrn, dem berühmten Architekten Leo von Klenze, beim Entwurf Pate stand. In der Residenzstraße erwarten Sie weitere Nobelgeschäfte. Weiter unten, im Schatten der Residenz, lohnen sich zwei Abstecher. Zum einen das „Preysingpalais”, Haus Nr. 27 an der Ecke zur Viscardigasse: Das erste Palais, das 1723 der berühmte Architekt Josef Effner im Stile des Rokoko baute. Neuartig war damals vor allem die Verwendung von Stuck an der Außenfassade. Zum anderen, schräg gegenüber, führt Sie der Durchgang in einen der schönsten Innenhöfe der Residenz, den Brunnenhof. Hier finden bei gutem Wetter die legendären Serenadenkonzerte statt.

Hofgarten
Die Anlage des Hofgartens geht auf Maximilian I. zurück und entstand in den Jahren 1613–1617. Besonders gelungen sind das Hofgartentor und die Arkaden, die Leo von Klenze Anfang des 19. Jahrhunderts hinzufügte, um eine architektonische Verbindung von der Residenz zur neu angelegten Ludwigstraße zu schaffen. Der Dianatempel im Zentrum des Gartens wird als eine Arbeit Heinrich Schöns des Älteren aus dem Jahre 1615 angenommen.

Residenzstrasse
Nur wenig weiter öffnet sich die Residenzstraße zu einem außergewöhnlichen Platz, dem Odeonsplatz. Er ist Anschluss und Auftakt zugleich, denn hier endet nicht nur die Altstadt, sondern der Odeonsplatz ist auch Ausgangspunkt für die prachtvolle Ludwigstraße, durch die die Stadt nach Norden hin Mitte des 19. Jahrhunderts entschieden erweitert wurde. Die Feldherrnhalle ist ein wunderbares Bindeglied zwischen Residenz und Theatinerkirche. Auch hier haben wir es mit einer Kopie aus Florenz zu tun: Diesmal ist es die Loggia dei Lanzi. Und selbst bei der barocken Theatinerkirche, die die gleichnamige Straße krönt, schwingt viel mediterranes Flair mit. Denn es waren gleich mehrere italienische Baumeister, die die künstlerische Leitung für die Hofkirche innehatten. Besonders imposant sind neben der Architektur des Tonnengewölbes und der Vierungskuppel der Hochaltar und die darunter liegende Fürstengruft der Wittelsbacher. Den herrlichsten Blick auf dieses „italienische” Ambiente haben Sie vom Hofgarten aus, der sich gleich auf der rechten Seite hinter den Torbögen anschließt.

DIE LÖWEN SIND LOS
Was dem Berliner sein Bär, ist dem Münchner sein Löwe. Nicht nur im Wappen „sitzt” er, auf Monumenten steht er, jetzt läuft er auch noch überall auf Straßen und Plätzen rum; und so laut und bunt, dass man sich fragt, was seine Gene sonst noch alles hergeben. Hier in der Residenzstraße streichelt man ihm sogar die Nase. Das soll Glück bringen.
