Ein Traum von einem Auto. Bei seinen 400 km/h wäre man in zehn Minuten von München aus in der Autoschmiede des ehemaligen Rennfahrers und Kfz-Meisters Kurt Lotterschmid in Kolbermoor.
Auf 1000 PS getunt, brachte es der Sirius dort auf dem Prüfstand sogar auf 1200 PS. Acht Jahre arbeitete Lotterschmid an seinem Traum. Dann, 2006, stellte er ihn in Genf der Fachwelt vor, und – nomen est omen – der Name des knapp 9 Millionen Lichtjahre entfernten Sirius hielt, was er versprach. Manchmal werden Träume wirklich wahr. Den ersten Prototypen verkaufte er kurz darauf nach Dubai. Als er dort im Wüstenstaat zusammen mit dem Scheich im Sirius saß, um diesen mit dem Wagen vertraut zu machen, hängten sie alle begleitenden Scheichfreunde in ihren Ferraris auffallend schnell ab.
Welches Know-how verkörpert ein Mann, der nicht nur erfolgreich Autos veredelt, sondern einen derartigen Traum realisiert? Welche Erfahrungen stecken in einem Projekt wie dem Sirius? Als der für den US-Markt produzierende Rennwagenbauer McNamara in Konkurs ging, kaufte Lotterschmid die Substanz des Werkes, das McNamara in Bayern unterhielt. Hinzu kam eine Zusammenarbeit mit Gustav Brunner, jenem berühmten Konstrukteur, der auch für Toyota und Ferrari gearbeitet hat. Mit ihm zusammen zeichnete er seinen ersten Rennwagen, und Brunner war es auch, der ihn in die Geheimnisse der Rad-Geometrie einweihte. Heute steht Lotterschmid mit interessierten Investoren aus Dubai in Verbindung. Diskutiert wird eine Sirius-Serie von 350 Stück. Nomen est omen, vielleicht stehen die Sterne ja günstig.

