Mit dem Museum Brandhorst wird aus dem Triumvirat der drei Münchner Pinakotheken ein Glücksklee.
Den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ist es gelungen, nicht nur eine der bedeutendsten Sammlungen moderner und aktueller Kunst zu gewinnen, sondern diese auch gekonnt in ihren epochal geordneten Kunstbestand zu integrieren, wie es Alte Pinakothek, Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne darstellen. Die Sammlung Brandhorst, Gemälde, Skulpturen, Installationen, besteht aus Werkgruppen ausgesuchter Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, internationalen Vertretern der Gegenwartskunst und sucht die Auseinandersetzung mit kontroversen, jüngeren Strömungen.
Andy Warhol mit über 100 Arbeiten und Cy Twombly mit mehr als 60 Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen setzen Schwerpunkte, die sich in ihrer Andersartigkeit beeindruckend gegenüberstehen: Einerseits die stille, verschlüsselte eigenständige Bild- und Zeichensprache Twomblys, andererseits Warhols Konsum-, Glamour- und Sensationsikonen. Erweitert wird dieses Spektrum durch große Namen wie Georg Baselitz, Sigmar Polke, Gerhard Richter ... Mario Merz, Jannis Kounellis ... Mike Kelley, Damien Hirst und andere. Bei aller Kunst, nicht verschwiegen und bewundert werden muss das architektonische Konzept des Museums.
Das Bauwerk profiliert sich nicht nur ganz eigen und dezent in einer Außenhaut aus 36000 verschiedenfarbigen Keramikstäben, sondern gleichzeitig höchstverantwortlich mit innovativer Lichtführung und Klimatisierung als ein beispielhafter Beitrag für enorme Energieeinsparung.
