Zurück geht dieser „Titel” auf die bürgerliche Geliebte König Ludwig I., Helene Sedlmayr. Verschiedene Amouren wurden dem König nachgesagt. Die bekannteste und wohl folgenschwerste Affäre war wohl jene mit der legendären Tänzerin Lola Montez, welche Anlass zum Aufstand von 1848 wurde, und den König zwang, auf den Thron zu verzichten.

Aber zurück zur schönen Helene, der Tochter eines Schuhmachermeisters. Als „die Schöne Münchnerin” lebt sie bis heute im Bewusstsein der Münchner. Die Münchner Band Spider Murphy Gang widmete ihr einen Song, Schönheitswettbewerbe lassen sie jährlich „auferstehen” und in einer nicht ganz wahren Komödie wurde die berühmte Love Affair als Up-stairs-down-stairs-Affäre zu einem lokalen Theaterhit, in welchem die schwanger gewordene Helene aus Staatsräson pro forma mit einem Kammerherrn des Königs verheiratet wurde. Diesem schenkte sie viele rotblonde Söhne, rotblond wie der König nun einmal war.
Nochmals zurück, aber diesmal ins Heute, in das erste Obergeschoss des südlichen Pavillons im Schloss Nymphenburg, hinein in den ehemals Kleinen Speisesaal, heutzutage ein prachtvoller Raum der Schönheitsgalerie König Ludwigs I. Hier sind die Porträts jener 36 schönen Frauen zu bewundern, die von 1827 bis 1850 im Auftrag des Königs von Joseph Stieler gemalt worden waren. Die zwei berühmtesten unter ihnen sind natürlich die Porträts der „schönen Münchnerin” Helene Sedlmayr und der skandalösen Lola Montez.

