Königsallee

Die KÖnigsallee

Die Königsallee – von den Düsseldorfern kurz „die Kö” genannt – ist der ganze Stolz der Stadt. Zu Recht, denn schöner hätte die Prachtstraße zwischen dem fürstlichen Hofgarten im Norden und der Gustav Adolf Straße im Süden kaum angelegt werden können: In der Mitte breitet sich eine parkähnliche Landschaft mit einem Wassergraben aus, über den sich elegant geschwungene Brücken spannen. Assoziationen an Paris kommen dem Flaneur, und in der Tat haben nicht nur die Pariser Seine-Brücken Pate gestanden, sondern auch die Idee eines Boulevards unter doppelten Platanen Alleen beiderseits des Kanals stammt aus der französischen Metropole, denn kein Geringerer als Napoleon ließ sie zwischen 1802 und 1804 anlegen, nachdem er vorher Düsseldorf eingenommen hatte.

An der Westseite der Kö residieren hinter pompösen Fassaden die Banken, an der Ostseite herrscht das schöne Leben, die Mode und alles, was dazugehört, die großen Namen des internationalen Lifestyles. Wo früher Könige und Fürsten in ihren Kutschen entlangfuhren, flaniert heute das gut betuchte Publikum. „Sehen und Gesehenwerden” ist bei der Düsseldorfer Society immer noch so wichtig wie der Einkauf in den Luxus-Boutiquen selbst. Und die Lust am großzügigen Geldausgeben und an mondänen Auftritten kommt den Modemachern nur zugute. Düsseldorf ist Deutschlands Modestadt Nummer 1. Sechs Mal im Jahr finden hier internationale Modemessen statt.

Königsallee

Auftakt der Königsallee ist der begrünte Schadowplatz. Hier lohnt sich auch immer ein Abstecher in die elegante Shopping-Mall der Schadow-Arkaden. Die Tritonengruppe in der Mitte des Boulevards entwarf Fritz Coubillier Ende des 19. Jahrhunderts. Der Meergott ist gerade dabei, seine Lanze gegen einen riesigen Fisch zu stoßen, aus dessen Maul ein mächtiger Wasserschwall strömt. Das große Kaufhaus dahinter stammt von dem berühmten Jugendstil- Architekten Josef Maria Olbrich. Wer shoppen möchte, muss nun die Straßenseite wechseln, die Edelboutiquen reihen sich ausnahmslos an der gegenüberliegenden Seite der Fahrbahn aneinander. Man braucht schon Zeit, um die üppig dekorierten Auslagen der Nobelboutiquen, Juweliere, Parfümerien und Kunstgalerien in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen. Da ist es angenehm, dazwischen immer wieder ein Café vorzufinden, in dem man sich von dem Augenschmaus erholen kann.

Von den vielen prächtigen Jugendstilhäusern, die früher auf dieser Seite der Kö standen, gibt es noch einige sehenswerte, so die Häuser zwischen den Hausnummern 40 bis 46. Markenzeichen des Kaufhauses „Sevens” ist die Glasspitze, die sich vorwitzig zwischen die Fassaden an der Königsallee schiebt. Die Zahl der Stockwerke gab dem Gebäude seinen Namen. Sieben Ebenen mit Läden zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Silbrig schimmernde Rolltreppen und gläserne Aufzüge führen Sie zu den Läden auf den galerieartigen Umgängen. Farbliche Neonbänder und der riesige Monitor im gläsernen Innenhof vermitteln ein futuristisches, fast außerirdisches Ambiente.

Königsallee

Mit der Kö’galerie hatte ein Düsseldorfer Architekt schon früh die Idee eines komplexen Einkaufserlebnisses architektonisch umgesetzt. Über 100 exklusive Fachgeschäfte sind hier unter dem gläsernen Kuppelbau vereint. Mit ihren umfangreichen Veranstaltungs-Programmen ist die Kö’galerie ein ausgesprochen lebendiges Zentrum in der Düsseldorfer Innenstadt. Nun ist es nur noch ein kurzes Stück bis zum südlichen Ende der Kö, das wiederum mit einer kleinen, zur Rast einladenden Grünanlage abschließt. Vielleicht fällt auch Ihnen der Liebreiz der kleinen bronzenen Boulespielerin auf.

Königsllee

Der lange Weg zur KÖnigsallee

Die heute wahrhaft Königliche: In früheren Zeiten hat sie „Allee außerhalb der Stadt”, „Neue Allee“, „Mittelallee“ und „Kastanienallee“ geheißen. 1851 dann nannte man sie, um König Friedrich Wilhelm IV. zu versöhnen (man hatte ihn mit Pferdeäpfeln beworfen), visionär Königsallee.