Nicht alle Holländer können fliegen, und nur einer hat derartige Düsseldorfer Wurzeln wie der Fliegende Holländer. In den „Memoiren des Herren Schnabelewopski“, ein eher unbekanntes Werk des berühmten Düsseldorfer Sohnes Heinrich Heine (1797–1856), entdeckte Richard Wagner 1813–1883) die Geschichte des unheimlichen Seefahrers.

Bei Heine noch eine ironische Marginalie, wurde die Geschichte für Wagner zur Innitialzündung für das Drama des Fliegenden Holländers, war er damals doch selbst auf der Flucht vor seinen Gläubigern, auf dem Seeweg von Riga nach London. Seine im wahrsten Sinne dramatische Flucht, das durch mehreren Havarien und Stürme in Seenotgeraten, hatten ihm wohl die spätere Wucht der Dramatik des Werkes ‚Der Fliegende Holländer“ in Mark und Bein geschrieben. Das Werk wurde wohl so gesehen zur Pilot-Oper seiner folgenden Musikdramen.

An der Deutschen Oper am Rhein – Heine und Wagner sei es gedankt – ist der Fliegende Holländer ein Klassiker. In Ewigkeit auf die Weltmeere verbannt, bekommt er alle 7 Jahre die Chance, an Land die Liebe einer Frau zu gewinnen, die ihm absolut treu ergeben ist. Er findet sie, verliert sie vermeintlich, missversteht die Situation, will ihr Treueopfer nicht, segelt davon. Allein durch Senta, die ihm in Treue ergeben ins Meer nachstürzt, gelingt die Erlösung, begreift er das Wesentliche der Liebe.