Aktualisiert mit der großen Kachelwand, einem Kunstwerk aus der Origami-Serie der Londonerin Künstlerin Sarah Morris, rückt der Paul-Klee-Platz die beiden Jahre Paul Klees in Düsseldorf ins Rampenlicht.
Paul Klee (1879–1940), lehrte 2 Jahre an der Düsseldorfer Akademie. 1931 war er zum Leiter der Klasse Maltechnik berufen worden. Genervt von den Querelen am Bauhaus, Gropius war als Direktor zurückgetreten, Klees Verfügbarkeit wurde von den Schülern kritisiert, war er dem Ruf an den Rhein nur allzu gerne gefolgt, konnte er sich nun weitaus mehr seinem eigenen künstlerischen Schaffen zuwenden. Die Zeit in Düsseldorf war schaffensreich und prägte einen spezifischen Stil. Das Oeuvre ist gekennzeichnet vom Grundieren und Lasieren, womit Klee das sogenannte Pointilieren seines Malstils flächig erscheinen ließ. Einen Höhepunkt erlebte er 1931 mit der Ausstellung von 250 seiner Werke durch den Kunstverein und die Galerie Flechtheim. Er selbst nannte sie „so schön, wie ich noch nie eine hatte“.

Die in den Düsseldorfer Jahren geschaffenen Arbeiten waren die letzten in Deutschland entstandenen Werke. 1933 wird Paul Klee mit der Begründung, er würde entartete Kunst schaffen, aus seinem Lehrstuhl entlassen. Von seiner Malklasse verabschiedet er sich mit den Worten ‚Meine Herren, es riecht in Europa bedenklich nach Leichen’. Noch im gleichen Jahr emigriert er mit seiner Familie in die Schweiz, und kehrt in sein Geburtshaus in Bern zurück. 1940 stirbt er in Muralto.
Den Grundstock der Sammlung moderner Kunst des Landes NRW (Nordrhein-Westfalen) bilden 88 Gemälde von Paul Klee, die zum Bestand des K20 der Kunstsammlung am Grabbeplatz gehören und als Meisterwerke des 20. Jahrhunderts neben Arbeiten von Pablo Picasso, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Max Beckmann, Max Ernst, Rene Magritte, Piet Mondrian, Fernand Léger bis hin zu Jackson Pollock, Robert Rauschenberg, Richard Serra, Cy Twombly, Gerhard Richter, Joseph Beuys und vielen anderen gezeigt werden. (K20, Grabbeplatz 5, Tel. 0211-3 81 130)

