Ort der Küsserei: Wider Erwarten die Komische Oper Berlin, Unter den Linden. Anlass: Die Premiere des Musical – Klassikers von Cole Porter: Kiss me, Kate. Zeitpunkt: Sommer 2008. Reaktion: Ein sensationeller Erfolg. Orkanartiger Beifall für den herausragenden Star der Aufführung, Dagmar Manzel. Endloses Standing Ovations für das gesamte Ensemble. Regisseur Barry Kosky musste irgendwann die Begeisterung aus Sorge um die Kondition des Publikums stoppen. Dagmar Manzel brauchte fast eine halbe Stunde, bis sie das Foyer erreichte. Stufe um Stufe musste sie Hände schütteln, sich umarmen und herzigen lassen. „Das wird lange laufen“, also nichts wie hin. Ein absolutes Must, diese Aufführung an der Komischen Oper. Ein Name, mit Tradition, bei dieser Kiss me, Kate jedoch fast irritierend. Das Komische kommt hier nicht zum Tragen, aber ein wunderbares Musical. Eine Story, die viele für wundervollen Schwachsinn halten, mit einer Choreografie, die nicht zu toppen ist, mit einem Star, einer Schauspielerin der Extraklasse, der die Kate auf den Leib geschrieben ist, mit einer Stimme wie eine Nachtigall.

Einfach sensationell ... Kiss me, Kate.