
Die Friedrichstraße
Neben dem Kurfürstendamm ist die Friedrichstraße die längste Straße Berlins. Interessant für einen Spaziergang ist der Abschnitt um den angrenzenden, berühmten Boulevard Unter den Linden. Hier hat die Friedrichstraße ihre Highlights, hier erinnert sie an die alten Zeiten, in denen sie die belebteste Geschäftsmeile der Hauptstadt war. Ein guter Ausgangspunkt für Sightseeing und Shopping ist der seitlich gelegene Gendarmenmarkt. Mittelpunkt dieses unbestritten schönsten Platzes von Berlin ist das im klassizistischen Stil von Karl Friedrich Schinkel erbaute Theater. Flankiert wird es von zwei beeindruckenden Kirchen, dem Französischen und dem Deutschen Dom, benannt nach ihren unterschiedlichen Kirchengemeinden, den hugenottischen Protestanten aus Frankreich, die in diesem Viertel lebten und den Berliner Protestanten. In beiden Kirchen sind heute Ausstellungen untergebracht, wobei der Französische Dom auch als Kirche genutzt wird.
Die Quartiere der neuen Friedrichstadt- Passagen dagegen sind ein Einkaufsparadies der Superlative: drei gigantische Karrees, die durch eine Passage miteinander verbunden wurden. Mit dem Bau wurden internationale Stars der Architektenszene verpflichtet. Da ist zunächst das Quartier 205 zwischen Friedrich-, Mohren- und Charlottenstraße. Die Handschrift des Kölner Architekten Oswald Mathias Unger wird an den Grundformen der Kuben deutlich, mit denen er hier spielt. Das Areal besteht aus einem Kernbau mit zwei Atrien und wird von sechs Häusern flankiert. Im Inneren finden Sie eine kreuzförmig angelegte Passage, die auch die drei übereinanderliegenden Galerie-Ebenen erschließt.
So gibt es noch mal endlos Platz für weitere Edelboutiquen, Cafés und kleine Spezialgeschäfte. Ein wunderbarer Blickfang ist der elf Meter hohe „Turm von Klythie”, eine Skulptur aus lackierten und verchromten Autoblechen, die der Amerikaner John Chamberlain für das Foyer schuf.
Nebenan, im Quartier 206 verwendet der amerikanische Architekt Cobb bei der Fassadengestaltung mit spitzwinkligen Erkern und Falten Architekturformen des Expressionismus. Die breiten Bänder erinnern an Art-déco-Formen aus den 30er-Jahren. Am eindrucksvollsten ist das Gebäude nachts, wenn die Lichtbänder erstrahlen und diese das Gebäude hinter einer leuchtenden „zweiten Haut” verschwinden lassen. Gehen Sie in das Gebäude und lassen Sie sich von der Innengestaltung berauschen: Da sind die Fußböden mit wilden Mosaikbändern, die um den Mittelpunkt im offenen Atrium kreisen, da sind Einfassungen mit stark kontrastierenden schwarz-weißen Schachbrettmustern und eine Freitreppe schraubt sich neben gläsernen Rolltreppen à la Hollywood in die Höhe zu den Galeriegeschossen und der alles krönenden Glaskuppel.
Internationale Designer, Antiquitäten Händler, Galerien und Nobelboutiquen bieten Ihnen neben edlem Einkaufsflair auch dort noch ein weiteres, erstklassiges Warenangebot.
Das Quartier 207 oder auch die Galerie Lafayette hatte bei den Berlinern schon bald einen Kosenamen weg: Der Gläserne Brüter. Jean Nouvel, ein französischer Stararchitekt, entwarf diesen vollkommen verglasten Bau mit abgerundeten Ecken. Von außen wirkt er eher düster. Im Inneren werden Sie dagegen überrascht sein von der Helligkeit. Dank der beiden riesigen, gläsernen Trichter, die über mehrere Stockwerke laufen, können Sie durch das gesamte Gebäude hindurchsehen. Außerdem ergeben sich daraus ganze Lichtspiele mit Spiegeleffekten auf den rundherum angeordneten Verkaufsflächen. Nach einem weiteren Block gelangen Sie nun an die berühmteste Straße der Stadt, den breiten Boulevard Unter den Linden.

Quartier 206
Ein begehbares Lifestyle-Magazin.
Eine der schönsten Shopping-Adressen der Landeshauptstadt.
In Art-déco verpackt, im Inneren atriumartig über Stockwerke hinweg ein hochelegantes, einzigartiges Marmor Mosaik in Schwarz und Weiß. Extravaganz pur. Kein Wunder, dass dieses Ambiente die internationale Fashion-Elite angezogen hat. Store an Store „sitzen” hier Gucci, Yves Saint Laurent, Etro, Moschino, Louis Vuitton, Celine, Bottega Veneta wie auch der Departmentstore von Anne Maria Jagdfeld. Über zwei Etagen Trend und Kult, Exklusivität und Hochwertigkeit, … wie in einem Lifestylemagazin.
